Flüssigkeit versus Kind

Wir hatten ja mal festgestellt, dass dieses Blog ja schon lange nicht mehr das ist, was wir dachten dass es mal sein würde. Nun, dieser Artikel ist ein Beweis dafür. Eigentlich sollte hier was über meinen sehr erfolgreichen Kampf Mensch gegen Lebensmittelmotte stehen – das machen wir dann am Montag. Heute widmen wir uns der Frage, wie bekommt man Flüssigkeit in ein durchfallgeplagtes Kind, das so gar nicht trinken will.

Und obwohl wir alle wissen, dass Cola entgegen früherer Meinungen ganz und gar nicht mehr Mittel der Wahl ist – der Zucker entwässert den Körper mehr als das er hilft – würde ich sogar die nehmen. Wenn mein Kind es denn annehmen würde. Wasser, Lieblingstee gesüsst oder ungesüsst, noch nicht mal die sonst nur an hohen Feiertagen erlaubte Zitronenlimonade zieht.

Eine Zeitlang funktionierte noch der Trick von Frau Jugel alles mit den Strohhalm anzubieten – mühsam ernährt sich das Eichhörnchen, der Tee ging milliliterweise in das Kind, bis es auch diese Möglichkeit verweigerte.

Immerhin, seit ca. einer Stunden geht es ihm wieder besser und da zieht dann die ErpressungsDealmethode. Ja, Du darfst iPad spielen, aber erst wenn das Glas leer ist *hektischnochmalauffüll* In der Rate, wie Wasser aus dem Kind im Moment wieder rausgeht, haben wir gerade damit etwa zwei Stunden abgedeckt – dann muss was neues her.

Und bevor jemand fragt, den Hammer mit „wenn Du nicht trinkst, musst Du ins Krankenhaus und kommst an den Tropf“ bin ich im äußersten Notfall durchaus gewillt anzuwenden – bevor dieses Szenario Wirklichkeit wird – aber kleinere Geschütze wären erstmal hilfreich, glaub ich.

Ideen werden dankbar angenommen!

Bild: GLAM Originals

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9 Responses to Flüssigkeit versus Kind

  1. Diana sagt:

    Freunde von mir hatten im Sommer das Problem, dass das Kind nichts trinken wollte. Aber Wassermelone hat das Kind dankbar angenommen. Das war auch der Tipp der Ärztin. Vielleicht klappt das ja?!?

  2. Hallo!

    Evtl. bieten sich noch Lebensmittel mit viel Flüssigkeit an. Obstsalat, speziell Wassermelone, Trauben, Orangen, Paprika, Tomaten usw., aber wahrscheinlich schon ausprobiert genauso wie Wassereis/Milcheis und Götterspeise, oder? Natürlich auch als Smooties, oder Milchshake/Softeis. Genauso Suppen oder auch Fischstäbchen oder Eier.

  3. soundray sagt:

    Hat der Autor nicht aus seinem früheren Leben noch irgendwo ein Infusionsset rumliegen, mit peripherer Venenverweilkanüle? Das könnte man dem Kind mal zeigen…

    Im Ernst, wenn das Kind noch mit dem iPad spielen kann, dann könnt ihr m.E. getrost abwarten, bis der Durst kommt. Nur wenn Apathie einsetzt, muss man Flüssigkeit zwangsweise zuführen — dann aber vielleicht am besten doch im Krankenhaus, wo man auch gleich die Elektrolytbalance überwachen kann.

  4. Sabine Stevenson sagt:

    Es hat dann das Wort „Krankenhaus“ gereicht. Nähere Ausführungen waren nicht notwendig:-)

  5. Sabine Stevenson sagt:

    Es war gar nichts zu wollen. Dann erwähnten wir das Wort Krankenhaus und die Apfelschorle wurde gierigst getrunken. Drei Gläser gleich. Phew!

    Aber Danke für die Tipps.

  6. Sabine Stevenson sagt:

    Ich hatte bei meinen noch nie das Problem, dass sie so gar nicht trinken wollten. Das war neu. Allerdings hatte dieses Kind vorher auch noch nie gebrochen, sieht man mal vom Milchkötzeln im Frühstadium ab. Aber jetzt ist alles wieder gut!

  7. Christian sagt:

    Erziehung ist Erpressung.
    Gute Besserung!

  8. Sabine Stevenson sagt:

    Kicher, genau! Und ich kenne nicht ein mental gesundes Elternteil, dass ohne auskommt:-) Wobei ich es lieber mit dem Aufzählen von Möglichkeiten übersetzen würde…

  9. Christian sagt:

    Natürlich. Die Entscheidung liegt ja immer beim Kind…

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