Frühstückskorb in selbstgemacht

Was schenkt man zu einem 15jährigen Firmenjubiläum, zu dem man eingeladen ist und dessen Mitinhaber einem den allerersten Auftrag gegeben hat, den man je bekommen hat? Die 16te Flasche Wein? Oh, neeee. Für einen Tag eine Physiotherapeutin in die Firma schicken, auf dass sie die Mitarbeiter einmal durchknetet? Ja, gute Idee, reden wir drüber wenn ich ganz viele Aufträge ergattere und mir das leisten kann. Einen opulenten Präsentkorb? Nicht schlecht, aber ein wenig ausgelutscht.

Außer man ist im Unternehmen mittlerweile berühmt-berüchtigt für seine selbstgemachten Weihnachts-Care-Pakete. Dann kann man sowas bringen, dachte ich mir. Und wenn man das Ganze dann noch mit einem internen Witz garniert, den eigentlich nur Insider verstehen, dann läßt sich daraus was machen.

Und so bekam das beste aller Marktforschungunternehmen EarsandEyes von mir folgenden Frühstückskorb:

Korb3Ein selbstgemachtes, knuspriges Müsli, das ich von der Landfrau abgekupfert habe und das meine Kinder für momentan das beste Frühstück unter der Sonne halten. Dazu eine Erdbeer-Limetten-Marmelade aus Juli-Erdbeeren, die so richtig satt im Geschmack waren. Das Rezept ist denkbar einfach, auf 1kg Erdbeeren gibt man 500gr Gelierzucker 1:2 und den Saft von zwei Limetten. Ganz ursprünglich war noch eine Brombeermarmelade im Korb, die allerdings in die Hände meiner Tochter gefallen ist und die sie total lecker fand. Und das Kind gar nicht verstanden hat, warum ich mich um alles in der Welt so aufrege, dass das Glas jetzt halb leer ist. Dann hätte ich es eben nicht ganz so prominent da hin stellen sollen. Ihren kulanten Vorschlag, ich könnte die Marmelade doch einfach in ein kleineres Glas umfüllen, würde eh keiner merken, habe ich dann nach kurzem Nachdenken abgelehnt.

Korb2Dafür habe ich etwas Lavendel-Thymian-Honig, frisch angesetzt, von dem ich allerdings vergessen habe, Bescheid zu sagen, dass die Kräuter in zwei Wochen raus müssen. Allerdings bezweifle ich, dass der Honig so lange hält. Desweiteren eine Schoko-Mandel-Creme aus 200gr Butter vermischt mit 3Eßl Kakao, 80gr frischmahlenen Mandeln sowie 70gr Puderzucker zusammen geworfen. Ich finde ja, die ist was ganz Besonderes, was man sonst so nicht bekommt, aber das ist eindeutig Geschmackssache.

KorbFür die etwas herzhaftere Fraktion dann eine Kräuterbutter aus 250gr Butter mit genug feinem Meersalz und so ungefähr allem, was ich im Garten an Kräuter finden und klitzeklein hacken konnte. Und da es ja auch ganz rustikale Gemüter gibt, noch etwas Schmalz mit Apfel und Zwiebel. Aus sehr klein gewürfeltem mageren, geräuchertem Speck (ja, ich weiß, alle anderen nehmen fetten, aber ich mag es aus magerem lieber) über eine halbe Stunde das Fett auslassen. Dann jeweils eine sehr klein gewürfelte Zwiebel und einen ebensolchen kleinen Apfel hineingeben. Mit einem Lorbeerblatt zusammen weitere 15 Minuten auf ganz kleiner Hitze schmurgeln. Zum Schluß einfach die Masse in ein Glas geben, minus dem Lorbeerblatt und der Hälfte der Speckgrieben.

Ersten Berichten zur Folge ist der Korb sehr gut angekommen. Ich hoffe, er schmeckt auch so gut und der Chef teilt brav mit seinen Angestellten.

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3 Responses to Frühstückskorb in selbstgemacht

  1. Jessica sagt:

    Das hört sich alles sehr lecker an! Tolle Idee!

    Liebe Grüße,
    Jessica

  2. Wow! *WasserImMundZusammenlauf*

  3. Ja-ha! Das war ein ganz tolles Geschenk und der Honig ist bei mir Zuhause und schon in Gebrauch (köstlich!) und ich werde die Zweige dann entfernen!
    Vielen Dank, Sabine, im Namen aller EARSandEYES’ler!

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