Sieben Woche ohne

Letztes Jahr habe ich bei der Aktion „Sieben Wochen Ohne“ mitgemacht. Damals wie heute finde ich die Idee an sich sehr klasse, aber das Motto auf mich schlicht nicht zutreffend – ich habe keinen falschen Ehrgeiz, ich habe im Moment eher Mühe, einen irgend gearteten Ehrgeiz aufzubringen.

Aber, wie gesagt, die Idee dahinter finde ich klasse, also hab ich mir überlegt, was ich dieses Jahr machen könnte. Die üblichen Verdächtigen wie Alk, Zigaretten und Süsskram fallen aus – werden von mir nicht so wirklich konsumiert, als das es sich lohnen würde. Und zu wirklich großen Sachen wie Kaffee fehlt mir im Moment der Elan. Aber eine Sache wollte ich immer schon mal ausprobieren.

 

Wenn der Autor Schmacht nach Geschmacksverstärkern hat - die Notration.

 

Ich habe mal gelesen, dass  ein Lebensmittel, das in der Inhaltsstoffliste mehr als sieben Komponenten aufweist, auf Deutsch gesagt Schrott und zu sehr verarbeitet ist, als dass es noch von Nutzen für den Körper sein kann. Also wollte ich erst sieben Woche ohne solche Lebensittel machen. Nur steigt mir dann meine Famlie aufs Dach, weil darunter auch ihre morgendlichen Flakes und gekörnte Brühe und so fallen. Und einen Dauerstreik beim Essen ist es mir nun nicht wert.

Was aber geht, ist das Weglassen von Lebensmitteln, die Antioxidantien, Natriumglutamat und andere Geschmacksverstärker, Trennmittel, diverse Efragmichwieviel, Verdickungsmittel, Farbstoffe, Asparam und Konsorten oder eben einfach Dinge enthalten, die da eigentlich nicht reingehören. Emulgatoren habe ich nach längerem Überlegen extra aus der Liste gestrichen, da sie erstens sogar in Bioware vorkommen und zweitens ich das nun wirklich nicht bei der Familie durchkriege – Stichwort: Schokolade. Das gleiche gilt für Säuerungsmittel wie Apfelsäure (minus der Schokolade).

Wobei ich natürlich nicht die Sachen wegwerfe, die ich schon hier habe und die schon offen sind – Miracle Whip oder mein JimBeam-Senf sind solche Produkte. Es wird aufgegessen was angebrochen ist, denn Wegschmeissen kann die Lösung auch nicht sein. Aber es wird eben nicht mehr gekauft oder wenn schon da, nicht geöffnet.

Ich bin sehr gespannt, ob und wie wir das durchhalten –  ab und an werde ich mal einen Zwischenbericht schreiben. Besondere Herausforderungen wie zwei Geburtstagsparties von Mann und Kind werden mit Sicherheit interessant werden, betrachtet man die Zusammensetzung von durchschnittlichen Süssigkeiten. Ich bin sehr gespannt.

Macht wer mit?

 

 

 

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8 Responses to Sieben Woche ohne

  1. tanteepa sagt:

    Nein, danke! Aber euch viel Spaß und ein gutes Durchhaltevermögen!

  2. Genaugenommen versuche ich den Verzehr solcher Lebensmittel immer einzuschränken. Ganz vermeiden ist mir zu stressig, aber weniger ist besser als viel.

    Euch viel Spaß dabei!

  3. joa, ich bin da sogar schon seit januar letzten jahres dabei
    ich koche von grund auf
    fertigprodukte kommen hier fast nie auf den tisch
    die kinder haben noch fruchtjoghurt, ich meist naturjoghurt, welchen ich mit kokosflocken oder frischen obst mische, gesüßt wird mit stevia

  4. Sabine Stevenson sagt:

    Das Problem sind ja weniger die Fertigprodukte. Das Problem sind so Sachen wie Chili-Frischkäse oder mit Paste gefüllte Oliven oder gefüllte Pimentos oder mal ein Brot aus dem Supermarkt…

  5. Sabine Stevenson sagt:

    Erste Ausnahme wurde ja schon gemacht – was tut man nicht alles für fiebernde Kinder…

  6. schokopirat sagt:

    Lieber nicht. Mein Ziel ist es dieses Jahr, mich über die Fastenzeit rein vegetarisch zu ernähren. Erstens, weil ich sowieso zu viel Fleisch esse, zweitens um ein Gespühr für bewusstere Ernährung zu bekommen. Das wird schon anstrengend genug, zumal sich in manchen Produkten hinterhältigerweise Gelatine versteckt 😀

  7. Sabine Stevenson sagt:

    Fleisch essen wir hier in dieser Familie auch zuviel – aber komplett vegetarisch auch für nur sieben Wochen bekomme ich nicht durchgesetzt. Weder bei der Brut noch beim Autor noch bei mir selbst.
    Leider.

  8. Stevia? Igitt. Dann doch lieber richtigen, ehrlichen Zucker.

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