A very british day

Eigentlich wollten Simone und ich diesen Tag zusammen begehen. Mit Lästern über Hüte und Kleidung, Tee und Scones. Doch dann ist erstens bei ihr was dazwischen gekommen, was sie uns heute abend noch schreiben wird und mich mal wieder grün werden ließ vor Neid. Und dann kam mein Mann, der Amerikaner und forderte, er wolle mit mir die Windsors gucken. Auf meinen schüchternen Hinweis, er sei Amerikaner und die hätten Kriege geführt, um die Monarchie los zu werden, meinte er nur lapidar, er würde sie toll finden, solange es nicht seine sei und er nicht dafür zahlen müßte.

Anyway, so sassen wir also mit den Kindern, die das Ganze so gar nicht interessierte – sieht man von den Pferden ab – und zelibrieren unseren britschen Tag.

Angefangen hat dieser Tag mit Backen, denn obwohl England wesentlich näher ist als die USA, bekommt man wesentlich weniger Nahrungsmittel als vom Land über dem Teich. Also hab ich meine Scones selbst gemacht – und ein klein wenig geschummelt. Statt die Dinger auszurollen und auszustechen, hab ich sie einfach in Muffinformen gegeben – mein Tribut an das amerikanische Volk an diesem schönen Tag.

Dazu dann eine Jam – eigentlich eine selbstgemachte Erdbeer-Marmelade von meiner Tante, die ab heute nur noch „Königliche Marmelade“ genannt wird. Und Clotted Cream – auch geschummelt. Clotted Cream ist eigentlich eine Spezialität aus Devon und Cornwall, hier zwar zu kriegen, aber ich trau der Rohmilch im Zusammenhang mit dem Transport nicht wirklich. Also haben wir ganz unbritisch Mascarpone als Basis genommen und mit Sahne, Zucker und Zitrone verrührt. Schmeckt fast genauso, wie ich aus eigener Erfahrung sagen kann.

Und für mich, die keinen Süsskram mag, gibt es dann noch EggandSprout-Sandwiches – mit Eiersalat von einem deutschen Metzger. Shoot, ich hab vergessen nach seinen eventuellen englischen Wurzeln zu fragen.

Gereicht wird das Ganze zum Tee, der mangels feinstem Porzellan aus einer Tasse getrunken wurde, die ich mir aus Südafrika mitgebracht habe. Das war das britischste, was ich auf die Schnelle auftreiben konnte.

Eigentlich sollte ich ja die Rezpte noch einfügen, aber wer wird sich an so einem Tag mit sowas Profanem abgeben. Ausserdem muß ich jetzt weiter gucken.

Sigh.

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11 Responses to A very british day

  1. Der Koch sagt sagt:

    Dann gehts ja morgen mit dem Kontrastprogramm weiter, Shortbread & Guinnes, Scottch. Blau-weiß statt weiß-rot.

  2. Sabine Stevenson sagt:

    Für das Kontrastprogramm haben wir dann ja den NewYork Cheesecake:-)

  3. Der Koch sagt sagt:

    DAS liest sich beim Autor aber etwas anders…..

  4. Isud sagt:

    das hier empfinde ich als sehr passend (besonders zum Frühstück :-)):
    http://www.flickr.com/photos/r0sier0che/5665293191/

  5. Sabine Stevenson sagt:

    Das ist…..gewöhnungsbedürftig:-)

  6. Sekundentakt sagt:

    leckere sachen 🙂

  7. Der Koch sagt sagt:

    Apple Crumble
    Guinness-Chocolate-Cake (eher ein breitgelatschter Riesenmuffin mit Icing)

  8. Der Koch sagt sagt:

    Hatte ich als erstes gelesen. Aber auch wenn zwei von drei blogs daselbe sgen, muß ja einer….naja, eine andere Wahrnehmung der Welt …haben

  9. Der Koch sagt sagt:

    Und Simones Tasse ist schöner

  10. Sabine Stevenson sagt:

    Danke!

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