Grillen anderswo – heute: Spareribs

SpareRibsDie Stevensons haben mittlerweile Traditionen entwickelt, wenn sie in den USA sind. Eine davon ist, sich bei angeheirateten Verwandten einzuzecken und die besten aller Spareribs zu essen.

Da der Urlaub aber gerade vorbei ist und das nächste Rippchen-Essen weit, habe ich mir gedacht, ich mach das mal selbst. Wobei das mit dem „mal“ sehr realtiv zu sehen ist, gute Spareribs brauchen ihre Zeit. Und einen Smoker.

Man ordere also bei einem sehr bekannten Online-Versand Hickory-Chips, das ist eine extrem harte Holzart, die ein ganz wunderbares Aroma gibt. Bekommt man die nicht, geht aber auch schnöde Buche.

Am Tag vor dem Grillen, nehme man die Schweinerippchen, befreit sie in Fisselarbeit von Fett und der Silberhaut, schneidet sie in Portionen von 2-3 Rippen und reibt sie hingebungsvoll mit einer Würzmischung ein. Ich persönlich nehme diese Mischung hier, man kann aber auch eine andere nehmen. Oder sie gleich selbst machen, aber das war mir zuviel Arbeit dieses Mal. Das Fleisch übernachtet dann im Kühlschrank.

Am nächsten Morgen steht man früh auf und feuert den Smoker an. Im meines Nebengelass meines Grills, gebe ich Buchenkohle und lasse sie durchglühen. Dann gebe ich drei gute Handvoll Hickory-Chips dazu. Die Rippchen kommen auf den Rost daneben, alle Deckel gehen zu. Nach 45 Minuten drehe ich das Grillgut für eine weitere dreiviertel Stunde um. Während des gesamten Räucherns sollte die Temperatur um die 100 Grad liegen. Celsius versteht sich.

SpareRibs1Dann geht es an die Marinade, sie besteht aus:

1 Tasse Ketchup, 2 Eßl braunem Zucker, 1 Limette, 1 Eßl Essig, 1 Eßl Worcester-Sauce, 1 Eßl Senf.

Die erwärmt man auf dem Herd, geht damit raus und fängt an die einzelnen Stücke damit einzupinseln. Dann wickelt man sie liebevoll in Alufolie ein, legt sie zurück auf den Grill und läßt sie dort weitere 3-4 Stunden liegen.

Danach kann man sie entweder noch ein paar Minuten richtig grillen, damit sie kross werden (immer schön mit Marinade bepinseln) oder sie gleich essen. Richtige Experten wickeln die schon in Folie ruhenden Spareribs noch mal in Handtücher und lassen sie in einer isolierten Box 1-2 Stunden ziehen. Aber da muß man schon der echte Crack vor dem Herrn sein.

Wir essen sie meist so aus der Folie wie sie sind. Dazu etwas Grillgemüse, ein paar Nachos und einen Rotwein (wahlweise ein deutsches Bier).

Besser schmecken die Dinger nur noch bei Don.

 

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3 Responses to Grillen anderswo – heute: Spareribs

  1. DerKoch sagt sagt:

    Ich mach sie ja lieber bei 80° und dafür ein wenig länger. so 4-5 Stunden.
    Es entspricht allerdings beim ersten Mal überhaupt nicht den deutschen Essgewohnheiten, da wir ja bei Rauchgeschmack automatisch mehr Salz erwarten.
    Aber falls Du mal ein paar Gäste (und/oder keine Küche; imma uffs Schlimme, ick weeß) mehr hast kann ich Dir auch gerne einen vermitteln. Das Problem bei dem Teil ist nur, das Du danach keinen Smoker aus dem (deutschen) Baumarkt mehr haben willst.
    http://www.lebenswelten-catering.de/uploads/media/_MG_2622-Bearbeitet.jpg

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