Wie man Naturgesetze ausser Kraft setzt – Hosta

Seit ungefähr zwei Jahren bin ich es leid – ich habe beschlossen, ich kaufe keine einjährigen blühenden Blumen mehr.  Auf die Dauer wurde mir das zu teuer, zu kompliziert und ausser Tulpen, Narzissen und Krokussen wird hier nix mehr jährlich neu gepflanzt. Mit dem Ergebnis, dass zumindest meine Tulpen das noch nicht mitbekommen haben, ich habe nämlich wesentlich mehr als ich letztes Jahr ausgezwiebelt habe. Die scheinen sich aus lauter Angst, sie dürften bei mir nicht mehr in den Garten selbst zu vermehren.

Aber das wollte ich eigentlich gar nicht erzählen. Ich wollte eigentlich von meiner neuen Liebe erzählen – von Gräsern und Hosta. Über die Gräser hatte ich ja schon mal geredet. Mit den Hosta, auch Funkien genannt, sollte das bei mir im Garten etwas komplizierter sein. Die lieben nämlich Schatten über alles. Hab ich aber nicht. Wirklichen Schatten gibt es bei mir nur an einer Stelle und da steht eine Garage.

Was mich nicht daran gehindert hat, meine ersten Funkien, die ich geschenkt bekommen habe und von deren dunkeln Schattengeheimnissen ich nichts wußte, der prallen Sonne ausgesetzt habe. Scheinbar hatten die ihren genetischen Code überschrieben, denn sie gediehn prächtig. Als mir Jahre später die Beste Blondine erklärte, dass die Dinger falsch stehen und sie eigentlich gar nicht so gesund aussehen dürften, war ich also einigermaßen erstaunt.

Und habe mit ihnen einen Deal gemacht: Sie bleiben stehen, wo sie sind und werden sehr regelmäßig und fleißig gegossen. Ansonsten lasse ich sie ihn Ruhe und  sie belohnen mich mit sattem Blattwerk und Blütenstengeln. Klappt ganz hervorragend. Mittlerweile habe ich mehrere Sorten, einige werden heute noch eingepflanzt und ich hoffe, dass auch die zu Sonnenabetern werden.

Hosta4

Ich liebe sie nämlich, meine Funkien!

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4 Responses to Wie man Naturgesetze ausser Kraft setzt – Hosta

  1. agata sagt:

    Liebe Frau Stevenson,

    auch ich habe ich in meinem Balkongarten Funkien und war wie Ihre Nachbarin fester Überzeugung, dass sie am besten im Schatten gedeihen. Doch Ihr Beitrag machte mich stützig und so begab ich mich auf die Recherche.
    Und sehe da, Funkien können auch an sonnigen Standorten gepflanzt werden. Zu der Wissenserweiterung kam noch eine große Entdeckung – die blaue Hosta! Ich konnte nicht widerstehen und bestellte sie mir sogleich …

    http://www.baldur-garten.de/produkt/1921/detail.html?marketingActionGrade=333&campaign=affiliate_DE/googleBase&et_cid=201&et_lid=93546%3Fgclid%3DCJfHw7iviLcCFXMRtAodS34Amg

  2. Cat sagt:

    Die beste Blondine:

    Hostas sind erstmal am besten im Halbschatten aufgehoben, weil sie dort auch ohne großartige Wassergaben sehr gut zurecht kommen. Inzwischen hat die Züchtung (man spricht derzeit von 10000 Sorten) auch sonnenverträgliche Sorten hervorgebracht.
    Zudem gibt es nicht nur grüne und blaue Sorten, sondern auch gelbe und Grün-weiss und blau-gelb und Grün-weiss-gelb und Größen zwischen 10 cm und 110 cm. Hinzu kommt aufrechter Wuchs, gewelltes Blatt erstmal Luft hol, die Dinger haben Suchtcharakter!

    Außer Schnecken und Hagel gibt es kaum etwas was das Gärtnerherz trübt, außer einem seit einigen Jahren grassierendem Virus (HVX). Ein guter Grund nur bei Läden zu kaufen, die ihre Pflanzen gegen den Virus testen.

    Hier kann man
    Planwerk
    Gaissmayer
    Fransen Holland
    Jan van den Top Holland
    Thomas Ahrens

    Viel Spass
    Grüsse
    Cat

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