Vom Nylonstrumpf im Komposthaufen

Wir haben im Garten nicht nur einen Pädagogischen Gemüsegarten, sondern auch einen Pädagogischen Komposthaufen. Die Ziele sind ähnlich: Den Kiddies zeigen, wie die Natur funktioniert. Wenn etwas Sinnvolles dabei anfällt, nun, um so besser.

In diesem Jahr ist jede Menge Sinnvolles angefallen. 180 Liter Kompost-Erde, um genau zu sein, viel mehr als erwartet. Es ist nicht wirklich erstklassiger Kompost, denn dazu ist die schwarze Tonne zwischen den Tannen in der entfernten Ecke des Vordergartens zu klein. Das Material wird nicht warm genug, wir achten nicht genug auf die richtige Mischung und es gibt eine Neigung bei diversen Leuten, die nicht ich sind, einfach alles hineinzuwerfen, das irgendwie braun oder grün ist.

Der interessanteste Fund diesmal war ein Nylonstrumpf der Schönsten Germanin. Wie in aller Welt kommt er in den Kompost? Vermutlich fiel er von der Wäscheleine im hinteren Garden, geriet dort in den Blumenschnitt oder anderes Grünzeugs und wanderte von dort aus in die Tonne. Auf jeden Fall ist das die offizielle Version.

 

WSHDA sws KompostGewinnung des Komposts. Die Rohmasse wird durch einen Sieb geworfen. Was hängenbleibt, wird später wieder in den Haufen getan. Kein Foto vom Strumpf, denn es ist ein familientaugliches Blog.

Wie auch immer, der Haufen ist gut genug, dass man den Kindern jedes Jahr die vielen, vielen nützlichen Würmer zeigen kann. Außerdem ist es zum Ritual geworden, ihnen eine Handvoll Kompost unter die Nase zu halten mit den Worten „so riecht gute Erde“. Im nächsten Schritt kann man ihnen zeigen, wie viel besser das Wasser in dem Beet abläuft, das mit Kompost aufgefüllt wurde, als im normalen. Und schließlich wissen unsere Kinder jetzt noch etwas: Nylonstrümpfe sind nicht kompostierbar.

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2 Responses to Vom Nylonstrumpf im Komposthaufen

  1. Bernd Lehmann sagt:

    Wir haben bisher auch immer durchgeworfen. Mit dem Ergebnis war ich aber nicht zufrieden. Das ergab immer so eine sehr feine, trockene Erde ohne Struktur. Nachdem sich das Sieb an den Rändern eh ablöste und geschweißt werden muss, habe ich eine Komposttrommel von Ering gekauft. Das ist zwar nicht minder anstrengend als das dauernde Werfen, aber mehr komplentativer durch das Drehen an der Kurbel und ergibt einen schönen lockeren Kompost weil der Kompost da mehr durchgedrückt wird. Nun gut, wir haben auch etwas mehr Kompost, so im Moment gute 10qm in klassischer Mietenform (viel Gras und Blätter, Hausabfall ist da das geringste), da lohnt sich Anschaffung. Im Netz habe ich gerade gesehen, dass die Profis das ja elektrisch machen. Die Ergebnisse in den diversen Videos überzeugen mich aber auch nicht, die sehen auch nach mehr gesiebt aus.

  2. Bernd Lehmann sagt:

    ich wollte sagen: „ergibt eine schöne lockere Erde“

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