Ein Arbeitszimmer für den Autor – Teil 16: „Die Regale im Achteck“

Heute beweisen wir Lernvermögen. Bei der alten Version des Arbeitszimmers hatten wir versucht, die Enden der Regale im Achtecks aneinander anschließen zu lassen. Schwierig, da die Wände nicht völlig gerade und die Ecken nicht wirklich 135 Grad sind. Zu  schwierig, um es nochmal probieren zu wollen.

Daher bauen wir für jeden der fünf Abschnitte ein eigenes Regalmodul, opfern ein Dreieck in den Ecken (offiziell als senkrechter Kabelschacht) und verdecken die Fuge zwischen den Modulen mit einer Leiste. Dann kommt es um den einen Millimeter mehr oder weniger nicht an.

Die drei rechten Module — C, D und E nach unserer Zeichnung — sind praktisch gleich, nur die Regalbretter sind jeweils geringfügig anders in der Länge. Die unteren Holzplatten sind 0,5 cm dick und haben zwei Funktionen: Einmal werden hier Bilderrahmen angeschraubt (ein eigener Eintrag), zweiten strahlt die Wand keine Kälte mehr ab.

(Wer genau hinschaut, wird sehen, dass ich im Baumarkt nicht aufgepasst habe: Die Maserung verläuft bei C anders als bei D und E. Nun ist es zu spät.)

Beim B-Model — das zweite Modul von links, um das rechte Fenster — sieht man zwei sehr lange, dünne Regale. Die sind für Tastaturen.

Da wir nicht genug Platz im Werkraum haben, sieht der Ablauf so aus: Die Module werden eins nach dem anderen gebaut und dann im Arbeitszimmer an ihren späteren Plätzen gelagert. Danach wird der Werkraum staubfrei gemacht, damit die Einheiten wieder zurückgetragen und gestrichen werden können. Ist die Farbe trocken, kommen sie wieder zurück ins Arbeitszimmer und werden mit je vier Bolzen montiert.

Auf dem Foto sieht man bei den Modulen C bis E eine Spalte zwischen der Tischoberfläche und dem Pinnwand/Bildschraub-Brett. Die verstecken wir hinter einer angeklebte Leiste und sorgen so für einen garantiert perfekten Anschluss an die Schreibtischplatte. Anders formuliert, ich war zu faul, um genau zu messen.

 

 

Als letztes nageln wir die senkrechten Zierleisten an — das sind einfach nur unsere berühmten billigen 4 x 1,8 cm Leisten, hübsch gestrichen. Die Nägel sind schwarz und damit kaum zu sehen.

 

Wir sollten nochmal ausdrücklich darauf hinweisen, dass die Regale nur auf den Tischen aufliegen und nicht angeschraubt, aufgeklebt oder festgenagelt sind. Sollten wir irgendwann auf die Idee kommen, Mensch, so eine kahle, ungestrichene weiße Wand wäre doch richtig schön, könnten wir die Zierleisten wieder abziehen und die Regale herunternehmen. Entsprechend können wir auch einzelne Module herausnehmen, sollte die Schönste Germanin doch irgendwann zustimmen, das Fenster zuzumauern. Nur so als Beispiel.

(Ja, in dem oberen Foto sieht man ein Bild von einem Einhorn in einem blauen Rahmen. Das hat meine kleine Schwester für mich gemalt, als sie noch sehr klein war. Ich stehe dazu.)

In der Praxis zeigt sich schnell ein Problem: Trotz der Leiste unter den Regalbrettern biegen die sich unter hoher Bücherlast in der Mitte um bis 0,5 cm durch. Völlig inakzeptabel. Daher müssen wir noch nachträglich senkrechte Stützen einbauen. Außerdem fehlen noch die Lichtleisten bei C, D und E und die Unterschränke für A, B und C.

Aber zuerst müssen wir die Regale rechts von dem Achteck einbauen, damit die ganze hintere Wand fertig ist.

Fortsetzung hier

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