Gimme Five – warm, weich und kuschlig

Jeder hat sie: Kuschelige, muschlige, warme, flauschige Decken.

Aber ich habe eine Schwiegermutter, die die Dinger selbst macht. In Handarbeit, Stich für Stich. Quilts sind eine amerikanische Tradition, die für mich als Handarbeitslegasthenikerin eher was mit Kunst denn mit Alltagsgegenständen zu tun hat.

Und weil ich so eine liebe Schwiegertochter bin, haben wir einzweidrei ganz viele dieser Decken – so an die 25 mögen es mittlerweile sein. Sie teilen sich auf in Deko- und Gebrauchsquilts. Nicht falsch verstehen, die für die Wand finde ich toll. Aber ohne meine Kuscheldecken könnte ich nicht mehr. Nie nicht. Sie haben bei uns sogar Namen.

Ich habe vorhin vor unserem Quilt-Hotel gestanden und mußte ja nun auswählen, welche meine top 5 sind. Keine leichte Wahl, wirklich nicht. Aber hier sind sie:

1. Bett-Quilt:

Es liegt seit schon immer auf unserem Bett. Tagsüber als Tagesdecke, nachts über der Bettdecke oder auch gerne mal als alleiniges Warmhalte-Teil, wenn kleine Hände und Beine uns die eigentlichen Daunendecken klauen. Wäre sie nicht da – ich wäre schon mehr als einmal den Erfrierungstod des Nachts gestorben.

2. Color-Quilt

Ich bin ja eher für gedecktere Farben. Eigentlich. Aber als ich das gesehen habe – ich mußte es haben. Es war eines der ersten, die unter der Sonne Arizonas gefertigt wurden. Meine Schwiegermutter wurde inspiriert von der Sonne und den Farben dort. Es leuchtet. Nicht nur da, sondern auch hier. Man schaut es an und man hat gute Laune. Auch und gerade bei Drisselwetter.

3. Sleepy-Quilt

Ist acht Jahre alt, verwaschen und an den Seiten mittlerweile durchgescheuert. Es ist das Quilt meiner Tochter, das sie zur Geburt bekommen hat. Was das Schnuffeltuch für andere Kinder ist, mein Kind ist ohne ihr Kuscheltier und diese Decke nirgendwo hingegangen. Dieses Teil wurde überall mit hingeschleurt und hat schon eine Menge mitgemacht – dementsprechend sieht es allerdings auch aus, da es natürlich mehr als irgendein anderes hier in diesem Haushalt gewaschen wurde. Und es wird immer noch heiß geliebt.

4. Bettel-Quilt

Selten hat sich mein Mann so für mich geschämt, wie für meine Beschaffungstaktik dieses Quiltes. Auch hier haben mich die Farben in ihren Bann gezogen. Blau, Türkis und Weiß – unglaublich kontrastreich. Ich wollte dieses Quilt! Koste es, was es wolle. Leider hatte ich Konkurrenz in der Familie, denn sie wollten es alle. Und so ließ ich in jedes Gespräch enfließen, wie toll es ist. Und das ich ja diejenige war, die Schwiegermutter das erste Enkelkind geschenkt hat, nicht wahr? Und wer hat gleich den Umzug organisiert? Vielleicht noch ein paar Muffins? Hat geklappt. Es ist die Schönheit in unserem Bestand.

5. Mein Quilt

Mein allererstes Quilt. Ich habe es zu Weihnachten von meiner damals noch Schwiegermutter in Spe bekommen, als ich gerade mal verlobt waren. Als ich es bekam, hab ich geheult. Es ist kuschelig, es ist weich und es gehört mir. Nur mir. Und ausser wenn eines der Kinder oder der Autor mal krank ist, bekommt es auch kein anderer. Es ist das schönste und tollste Quilt dieser Welt.

Und nope, sie sind nicht zu verkaufen. Und die beste Schwiegermutter auch nicht.

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