Wer will denn Haggis

Das ist ja wie Spinat für Kinder.

Aber von vorn:

Die Beste Blondine wünscht sich zu meinem (sic!) Geburtstag als Erinnerung an die Highlands Haggis. Okay, die meisten Touristen versuchen dem Zeug schon in Schottland aus dem Weg zu gehen. Verständlicherweise. Meine Meinung zur englischen Küche hatte ich ja schon an anderer Stelle erwähnt. Hat sich auch in der letzten Woche nicht grundlegend geändert. Als Koch stehe ich damit vor schwierigen Entscheidungen.

Selbst machen oder kaufen? Gegen selbst machen spricht das schlechte Angebot beim örtlichen Fleischer, Blinddarm vom Rind oder Schafslunge gelten hierzulande doch als etwas exotisch.

Also bestellt bei der zu empfehlenden Firma Kilts&more.

Leider ist der Versand von gekühlter Ware nicht gerade die Spezialität des beauftragten Logistikers. Aber bei den „global players“ geht ja öfter Mal der Blick fürs Detail verloren – da darf man nicht kleinlich sein.

Stellte sich noch die Frage, ob es authentisch oder lecker sein sollte. Ich hab mich dann mal für „mit Geschmack“ entschieden. Zumindest, was die Beilagen angeht, standardmäßig zerkochtes, ungewürztes Püree von Kartoffeln und Steckrüben. Die abgewandelte Variante mit Sahne und Salz kam dann auch sehr gut bei den Gästen an. Der eine oder andere wird beim Besuch in Schottland dann wohl über die authentische Variante….sagen wir mal, überrascht sein.
Und vielleicht ein bißchen schöner als das hier

Wobei man da optisch nicht viel verbessern kann. Das Petersilienblatt an der Ecke hätte da auch nichts mehr gerettet.

Was gabs noch? GuinessSteakPie,  AppleCrumble (wieso bekommt man für die einfachsten Sachen die meisten Komplimente), GuinnessChocolateCake und (delegiert) CheeseCake, allerdings die amerikanische NY-Variante. Auch sehr gut. Danke, Possum (das sich immer freut, vom Profi Lob zu bekommen. Anm.d.Redaktion).

Das Vanilleeis mal nicht selbst gemacht sondern gekauft. Irgendwann reicht es dann auch mal.

Übringens – der Beiweis, dass in der Vorzeigeküche gearbeitet wird. So sah sie danach aus: unaufgeräumt, aber immer noch genug Platz zum arbeiten frei.

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2 Responses to Wer will denn Haggis

  1. karpatenhund sagt:

    Ach, Beweis… Sowas können Profis doch heutzutage ganz leicht mit Photoshop erstellen.
    Vielleicht sollten sämtliche Leser dieses Blogs einfach mal zum essen eingeladen werden, damit jeder Einzelne sicher sein kann, dass in der Küche tatsächlich gearbeitet wird. Der Vorzeigekücheneintrag deutete schon darauf hin, dass dort ein Könner arbeitet,
    daher melde ich mich ganz selbstlos als erster Freiwilliger. Sofern es keinen Haggis gibt… 😛

  2. Der Koch sagt: sagt:

    Ja, sobald die Bauarbeiter aus der Ausfahrt raus sind, geben wir auch Kochkurse. Dann laden wir auch alle Blogleser ein. Eine Handvoll davon war ja beim Haggis dabei. Aber alle 300.000 passen nicht in den Garten. Es können aber auch für teuer Geld Privattermine und Hausbesuche vereinbart werden .
    Käuflich ist okay, nur billig ist doof….

    PS: Ich hab so wenig Erfahrung mit Photoshop, ich bin schneller, wenn ich es koche.

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