Udon

Udon sind dicke, japanische Nudeln, die mit allerlei bunter Begleitung in einer sehr würzigen Brühe schwimmen, aus der sie mit Stäbchen zu angeln sind. Tolles Spiel, fand meine damals vierjährige Tochter. Viel lustiger als Messer und Gabel. Und das Essen mit Stäbchen war plötzlich kein Problem mehr. Seitdem freuen wir uns immer, wenn wir sie auf einer Speisekarte entdecken. Aber eigentlich muss man dafür nicht essen gehen, das geht auch zu Hause.


 

Für gute vier Portionen braucht man:

etwa einen Liter Dashi-Brühe, etwa 400 g Udon-Nudeln, 100 g frischer Spinat, gut 100 ml Sojasoße, zwei Esslöffel Mirin, zwei Teelöffel Zucker, eine Lauchzwiebel, zwei Eier und etwas Fett für die Pfanne.

Spinat waschen und kurz in kochendem Wasser blanchieren, abgießen und beiseite stellen. Die Udon-Nudeln nach Packungsanweisung gar kochen, abgießen, beiseite stellen. Fett in der Panne erhitzen, nicht zu stark. Beide Eier verrühren, mit etwas Salz und einem Spritzer Mirin würzen, in die Pfanne gießen. Dieses Omelette aufrollen, solange es an der Oberseite noch nicht ganz fest geworde ist; die Rolle soll zusammenkleben. Die Rolle etwas abkühlen lassen und in Streifen schneiden. Lauchzwiebel in Ringe schneiden. Damit sind die Einlagen fertig.

Die Dashi-Brühe aufkochen lassen. In einem zweiten Topf Sojasoße, Mirin und Zucker aufkochen, bis der Zucker gelöst ist. Dann in die kochende  Dashi-Brühe giessen, einmal umrühren, fertig.

Nudeln, Spinat, Lauch und Omelette auf Schüsseln verteilen und mit der heißen Brühe aufgießen. Das war’s. Mit Stäbchen rausfischen, Schlürfen ausdrücklich erlaubt und große Servietten sehr empfohlen. Zugegeben, es ist die einfache, schnelle Variante für faule Langnasen Wochentage. Ich habe die Dashi-Brühe aus Instant-Pulver angerührt und fertiggekaufte, trockene Nudeln benutzt. Eigentlich, ja, eigentlich, sollte die Brühe mit Konbu aus Bonito-Flocken gekocht werden und die Nudeln sollten handgemacht sein. In einem wunderbaren Buch über japanische Hausmannskost wird beschrieben, wie der Nudelteig nur dann wirklich perfekt wird, wenn man ihn in Folie und Handtuch verpackt und eine Weile darauf rumläuft. Wenn ich soweit bin, sage ich Bescheid.

Guten Appetit!

 

 

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