Stolperfallen

Gemäß dem Motto dieses Blogs schauen wir uns mal etwas an, was jeder hat: Kabel.

Ich heisse Leo Jugel, gehöre zu Simone Jugel und als Informatiker kümmere ich mich um die Heimelektronik, wenn ich nicht mal wieder einen Backanfall habe.

Sie sind überall um uns herum und transportieren Strom, Daten, Rundfunkprogramme, Telefongespräche, Audio und Video. Manche sind versteckt in der Wand und präsentieren sich nur durch Steckdosen, andere liegen hinter Regalen und Schränken, unter dem Boden oder auch einfach nur mitten im Raum. Keiner mag sie so richtig, aber abhängig sind wir von Ihnen und dem was durch sie durch geht.

Die Schnittstelle zum Internet

Noch vor 15 Jahren lagen bei uns noch viel mehr Kabel in der Wohnung herum. Hauptgrund waren die kabelgebundenen Telefone und der Verteiler für das Modem, welches damals teuer und modern war. Zum Glück sind diese Kabel inzwischen verschwunden und durch ganz kurze Varianten von der Dose bis zur Basisstation abgelöst worden. Das Modem hat sich gewandelt und ist nur noch manchmal vom drahtlosen Heimnetzwerkrouter zu unterscheiden. Wir haben noch zwei (Bild links: Fritzbox und Kabelmodem), eigentlich drei, dieser Geräte, die alle ihre eigenen Kabel haben wollen. Der Fernsehanbieter hat sich zum Internetanbieter gemausert und so wird, ähnlich wie beim bekannten DSL, das Datensignal vom Rundfunksignal getrennt.

Leider führt das auch dazu, dass aus der Dose in der Wand, hinter dem Kabel/DSL Modem zwei Kabel gemacht werden und so geht das dann auch weiter. Das Datenkabel geht in den Router, der als zentrale Schnittstelle alles was rein- und rausgeht überwacht und den ungestörten Internetkonsum gewährleistet. Vom Router gehen dann weitere Kabel an den stationären Computer und andere Geräte, wie Drucker und Netzwerkfestplatten. Zum Glück hat nicht jeder so viel Technik, aber hier artet das schnell in Kabelsalat aus, wie man nachstehend schon hinter dem Switch (das silberne Ding mit den blauen Lämpchen) erkennen kann.

Diese übrig gebliebenen Hotspots sind dann auch immer wieder mal für eine Aufräumaktion fällig bei der die Kabel alle einmal rausgezogen werden. Nach ordentlichem Sortieren, Einstecken und der obligatorischen Prüfung auf Funktion kommen dann ein paar Kabelbinder zum Einsatz um sie wenigstens ein wenig unter Kontrolle zu bringen. Hinter dem Switch ist jedenfalls mal wieder Zeit zum Aufräumen.

Inzwischen sind die Computer nur noch drahtlos unterwegs, wenn wir vom gelegentlichen Aufladen der Akkus mal absehen. Die dafür notwendigen Ladekabel sind an strategischen Stellen in der Wohnung verteilt: am Schreibtisch, dem bequemen Sessel, der Couch und in der Küche. Es war auch mal eins im Schlafzimmer, aber das wurde anderweitig gebraucht. Leider sind nicht an allen diesen Stellen Steckdosen günstig an der Wand, so dass dann doch wieder Verteiler dazwischengeschaltet wurden.

Die Laptopladekabel und die unsäglichen kleinen Kabel für diverse kleinere Mobilgeräte wie Handys sind denn nun auch die einzigen wirklich sichtbaren Kabel in unserer Wohnung, welche leider nicht durch Kabelschächte glänzt. Alles andere ist hinter Schränken verschwunden oder durch drahtlose Technik ersetzt worden. Wichtig beim Ver- und Umlegen der Kabel ist, dass keine Schlaufen gelegt werden. Wenn das Kabel zu lang ist, ist etwas falsch und wir bauen uns eine Antenne durch das Aufwickeln. Bei geschirmten Kabeln, wie Antennen- und Ethernetkabeln, weniger als bei Stromkabeln. Also, immer schön kurz halten.

Kreatives Kabelverlegen

Guter Versuch

Leider lässt sich das nicht in jeder Wohnung durchhalten und diese schönen Beispiele habe ich bei einem Kollegen gefunden, was mich auf den Titel gebracht hat. Er hat wirklich sein Bestes versucht, die Kabel wenigstens nicht ganz in Stolperfallen zu verwandeln. Das eine schwarze Kabel scheint ein verwaistes Telefonkabel zu sein, das irgendwo anfängt aber wo ist das Ende? Und wer auf das rechte Bild klickt sieht das Verderben schon kommen …

Ein weiterer cleverer Kollege wollte es natürlich besser machen und hat Bodentanks verlegt. Das sind im Fußboden versenkte kleine Schachteln in denen Steckdosen für Strom und Ethernet eingebaut sind. Allerdings liegen auch dort noch Kabel an Stellen wo keiner sie haben möchte. Denn die Tanks, genau wie die gemeine Steckdose, sind nie dort eingebaut, wo wir sie am dringendsten brauchen. Aber die Kabel sind nun mal da und wir müssen damit umgehen.

Und das schauen wir uns beim nächsten mal an. Eine Einführung in den vernetzten Haushalt, mit Tipps für Sicherheit und Surfvergügen und das Thema Backup. Und dann schauen wir uns noch die wundervolle Welt des hochauflösenden Fernsehens an mit all seinen Steckern, Kabeln und Geräten. Abstecher in die wundervolle Welt des Internet mit seinen Ratgebern und Foren inklusive.

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