Cocktail zum Wochenende – Apple in the glas

KiraCocktailManchmal fliegen einem ja die Einträge nur so zu. Man liegt auf der Terrasse in seinem Liegestuhl und denkt an nichts Böses. Dann kommt ein kleiner Sohn und offeriert einem zwei, eigenhändig durchgeschnittene Kiwi und einen ganzen Apfel, was er als Obstsalat in großen Stücken tituliert. Aus dem Kind wird noch mal was.

Kurz danach kommt Kind Nummer Eins mit einem selbstkreierten Cocktail – ohne Alkohol. Einen Apple in the glas, vornehmlich bestehend aus kaltem Apfelsaft, in paar Spritzer Zitrone und etwas Puderzucker. Sehr lecker an einem warmen Pfingstsonntagmittag – doch ja, kann man nicht anders sagen. Doch bevor ich ihn trinken konnte, hat sie ihn noch selbst fotographiert, damit Mama was zu bloggen hat. Kein Scherz jetzt.

Da kann man doch nicht anders als den Artikel sofort online zu stellen, oder?

 

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Einmal aufladen, bitte!

Neue Technik ist eine feine Sache, vor allem diese ganzen tollen mobilen Geräte. Das neuerlich gekaufte iPad war dem Kind fast nicht mehr aus der Hand zu reissen. Allerdings haben sie alle eine Macke, sie müssen regelmäßig aufgeladen werden. Das war bisher auch nur ein kleineres übel, denn kleine Telefone lassen sich fast überall mal schnell ans Kabel hängen. Meistens lag mein iPhone als Wecker neben dem Bett und sonst war in einem Teil des Bücherschranks ein Eckchen frei.

Das hat sich aber mit dem iPad schlagartig geändert. Die unglücklichen Laute von Simone aus der Küche am Morgen waren ein sicheres Zeichen, dass sich etwas ändern muss. Aus Platzmangel hatte ich das gute neue Gerät neben der Microwelle in der Küchenzeile zum Laden niedergelegt. Keine wirklich gute Idee, denn da lag es dann doch im Weg und zu nah an der Spüle. (Anm. d. Red.: Fast auf dem Toaster!)

Es musste also eine Lösung her, am besten für alle Geräte. Sinnvollerweise sollte auch die Sucherei aufhören, wenn wieder mal jemand ein Gerät sonstwo abgelegt hatte. Es gibt im Netz viele schöne Gadgets (siehe hier und hier), aber entweder sind diese viel zu klein und das iPad würde wieder danebenliegen oder die Preise sind einfach völlig unrealistisch. Es gibt auch noch technische Aspekte, wie den Ladestrom, den die jeweilige Station liefern kann. Sonst kann es leicht passieren, dass am Ende nur ein Gerät lädt und das andere am Morgen immer noch leer ist.

Am Ende lag die Lösung einfach auf der Hand: Ein paar Papierklammern (Foldback Clips). Die großen Varianten passen locker an eine Tischkante und das Kabel lässt sich durch die Griffe führen. Damit kleine Stecker nicht durchrutschen kann, kommt einfach noch eine kleine Klemme mit ans Kabel. So verschwinden die Kabel hinter den kleinen Schrank, ohne herunterzufallen, und sind doch immer griffbereit.

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Damit die guten Stücke nicht zerkratzen, gab es dann noch eine Wollfilzunterlage, die aber eventuell noch einmal vergrößert werden könnte. Praktischer Vorteil der aktuellen Lösung: Sie ist erweiterbar und vor allem zukunftssicher, denn die meisten kommerziellen Ladestationen haben logischerweise nur aktuelle Steckverbindungen. Clevererweise haben manche zwar einfach USB-Anschlüsse, aber es gibt ja immer mal wieder Hersteller, die nicht jedes Ladeteil an Ihr Gerät lassen.

Alles in allem sind wir damit jetzt schon sehr zufrieden und vor allem hat jetzt alles seinen Platz.

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Vom Nylonstrumpf im Komposthaufen

Wir haben im Garten nicht nur einen Pädagogischen Gemüsegarten, sondern auch einen Pädagogischen Komposthaufen. Die Ziele sind ähnlich: Den Kiddies zeigen, wie die Natur funktioniert. Wenn etwas Sinnvolles dabei anfällt, nun, um so besser.

In diesem Jahr ist jede Menge Sinnvolles angefallen. 180 Liter Kompost-Erde, um genau zu sein, viel mehr als erwartet. Es ist nicht wirklich erstklassiger Kompost, denn dazu ist die schwarze Tonne zwischen den Tannen in der entfernten Ecke des Vordergartens zu klein. Das Material wird nicht warm genug, wir achten nicht genug auf die richtige Mischung und es gibt eine Neigung bei diversen Leuten, die nicht ich sind, einfach alles hineinzuwerfen, das irgendwie braun oder grün ist.

Der interessanteste Fund diesmal war ein Nylonstrumpf der Schönsten Germanin. Wie in aller Welt kommt er in den Kompost? Vermutlich fiel er von der Wäscheleine im hinteren Garden, geriet dort in den Blumenschnitt oder anderes Grünzeugs und wanderte von dort aus in die Tonne. Auf jeden Fall ist das die offizielle Version.

 

WSHDA sws KompostGewinnung des Komposts. Die Rohmasse wird durch einen Sieb geworfen. Was hängenbleibt, wird später wieder in den Haufen getan. Kein Foto vom Strumpf, denn es ist ein familientaugliches Blog.

Wie auch immer, der Haufen ist gut genug, dass man den Kindern jedes Jahr die vielen, vielen nützlichen Würmer zeigen kann. Außerdem ist es zum Ritual geworden, ihnen eine Handvoll Kompost unter die Nase zu halten mit den Worten “so riecht gute Erde”. Im nächsten Schritt kann man ihnen zeigen, wie viel besser das Wasser in dem Beet abläuft, das mit Kompost aufgefüllt wurde, als im normalen. Und schließlich wissen unsere Kinder jetzt noch etwas: Nylonstrümpfe sind nicht kompostierbar.

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Wie man Naturgesetze ausser Kraft setzt – Hosta

Seit ungefähr zwei Jahren bin ich es leid – ich habe beschlossen, ich kaufe keine einjährigen blühenden Blumen mehr.  Auf die Dauer wurde mir das zu teuer, zu kompliziert und ausser Tulpen, Narzissen und Krokussen wird hier nix mehr jährlich neu gepflanzt. Mit dem Ergebnis, dass zumindest meine Tulpen das noch nicht mitbekommen haben, ich habe nämlich wesentlich mehr als ich letztes Jahr ausgezwiebelt habe. Die scheinen sich aus lauter Angst, sie dürften bei mir nicht mehr in den Garten selbst zu vermehren.

Aber das wollte ich eigentlich gar nicht erzählen. Ich wollte eigentlich von meiner neuen Liebe erzählen – von Gräsern und Hosta. Über die Gräser hatte ich ja schon mal geredet. Mit den Hosta, auch Funkien genannt, sollte das bei mir im Garten etwas komplizierter sein. Die lieben nämlich Schatten über alles. Hab ich aber nicht. Wirklichen Schatten gibt es bei mir nur an einer Stelle und da steht eine Garage.

Was mich nicht daran gehindert hat, meine ersten Funkien, die ich geschenkt bekommen habe und von deren dunkeln Schattengeheimnissen ich nichts wußte, der prallen Sonne ausgesetzt habe. Scheinbar hatten die ihren genetischen Code überschrieben, denn sie gediehn prächtig. Als mir Jahre später die Beste Blondine erklärte, dass die Dinger falsch stehen und sie eigentlich gar nicht so gesund aussehen dürften, war ich also einigermaßen erstaunt.

Und habe mit ihnen einen Deal gemacht: Sie bleiben stehen, wo sie sind und werden sehr regelmäßig und fleißig gegossen. Ansonsten lasse ich sie ihn Ruhe und  sie belohnen mich mit sattem Blattwerk und Blütenstengeln. Klappt ganz hervorragend. Mittlerweile habe ich mehrere Sorten, einige werden heute noch eingepflanzt und ich hoffe, dass auch die zu Sonnenabetern werden.

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Ich liebe sie nämlich, meine Funkien!

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Cinnamon Rolls

Cinnamon RollsAm Wochenende waren wir bei Frau Eventsofa und Herrn Codemonkeyism zum Frühstücken eingeladen und ich hatte mir in den Kopf gesetzt, Cinnamon Rolls beizusteuern. Die kenne und liebe ich, seitdem mein Mann mir als Reisemitbringsel mal ein amerikanisches Kochbuch verehrt hat. Man könnte auch Zimtschnecken dazu sagen, aber ich finde, dann stellt man sich so eine flache Scheibe vor, womöglich trocken oder aus Blätterteig. Und das hat mit der saftigen, fluffigen amerikanischen Variante nicht viel zu tun.

Als regelmäßiger Frühstücksbestandteil eignen sie sich nicht wirklich, weil sie zum einen ziemlich gehaltvoll sind und zum anderen recht aufwändig. Denn auch wenn sie eigentlich gar nicht soviel Arbeit machen, brauchen sie reichlich Zeit, weil sie zweimal gehen müssen.

Für den Teig braucht man ein Päckchen Trockenhefe, eine halbe Tasse warmes Wasser, eine halbe Tasse warme Milch, etwa 4 Esslöffel geschmolzene Butter, einen Teelöffel Salz,  ein Ei und etwa 500 Gramm Mehl (oder etwas weniger).

Die Trockenhefe mit warmem Wasser auflösen. In einer anderen Schüssel die Milch mit dem Zucker, der geschmolzenen Butter, dem Salz und dem Ei verrühren. Aufpassen, dass die Butter nicht zu heiß ist, sonst gerinnt das Ei. Ungefähr die Hälfte des Mehls hinzufügen und rühren, bis es glatt ist. Die aufgelöste Hefe hinzufügen. Dann soviel vom restlichen Mehl reinarbeiten, wie möglich. Auf einer bemehlten Fläche gute fünf Minuten kneten. Dann in  einer gefettenen Schüssel eine gute Stunde gehen lassen.

Anschließend kurz noch mal durchkneten und auf etwa 40 mal 20 cm ausrollen. Für die Füllung braucht man noch mal etwa vier Esslöffel geschmolzene Butter und etwa die gleiche Menge Zimtzucker. Erst den Teig mit Butter einpinseln, dann den Zucker darüber, danach von der Längsseite aufrollen. Die Rolle in 12 Stücke schneiden und in eine Form legen, die vorher ebenfalls mit Butter eingepinselt und mit Zimtzucker ausgestreut wurde. Dann abdecken und noch einmal eine gute halbe Stunde gehen lassen.

Bei 190 Grad etwa 25 Minuten backen. In der Zwischenzeit mit Vanille, einer halben Tasse Puderzucker und, na klar, wieder etwas geschmolzener Butter, einen Guss herstellen, mit soviel heißem Wasser glatt rühren, wie einem günstig erscheint. Bei mir ist es ein wenig zu dünn geraten. Nach dem Backen ein paar Minuten abkühlen lassen, bevor man den Guss aufträgt.

Das Ganze hat dann natürlich länger gedauert, als geplant, und deshalb kamen wir mit wirklich knurrendem Magen und schlechtem Gewissen bei unseren Gastgebern an. Aber die Krönung der Aktion war es, mit den warmen, duftenden Rolls in die S-Bahn zu steigen und die hungrigen Gesichter der Mitreisenden zu beobachten.

Cinnamon Rolls (1)

Offenbar werden wir gerade zum Koch-Blog. Das war zwar nie so vorgesehen, aber wir nehmen es jetzt mal, wie es derzeit kommt. Hoffentlich gilt auch hier das Mütter-Mantra: “Es ist nur eine Phase, es ist nur eine Phase!”

 

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Bärlauchpesto

BaerlauchpestoNoch schnell, bevor die Saison wieder vorbei ist. Beim Spaziergang im Plänterwald stieg er mir wieder in die Nase, dieser Duft, der an Knoblauch erinnert und mir das Wasser im Mund zusammen laufen lässt: der Bärlauch ist da quasi ein Bodendecker. Da könnte man ihn in Hülle und Fülle ernten. Aber leider wächst er mit den Maiglöckchen kreuz und quer durcheinander, und die Blätter beider Pflanzen kann man leicht verwechseln. Und die Verwechslung könnte Folgen haben, denn Maiglöckchen sind giftig. Weil ich auf den Nervenkitzel verzichten kann, habe ich den Bärlauch beim Bio-Dealer um die Ecke gekauft. Für das Rezept habe ich mich am Testschmecker orientiert, weil es so schön simpel ist:

Man braucht 100 Gramm Bärlauch (das waren bei mir zwei Bund), 100 Gramm Pinienkerne und 100 Gramm Parmesan, dazu Olivenöl, Salz und Pfeffer.

Die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett leicht anrösten und den Käse reiben. Beides zusammen mit dem grob gehackten Bärlauch in einen hohen Rührtopf geben und kleinmixen. Immer ein bisschen Öl dazugeben, bis man die Lieblings-Konsistenz erreicht hat. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Schmeckt am besten über selbstgemachte Nudeln oder Gnocchi.

Für nächstes Jahr hab ich mir vorgenommen, eine Wildkräuterwanderung mitzumachen, damit ich endlich die Glöckchen vom Lauch unterscheiden lerne. Dann gibt es ihn aus dem Wald frisch auf den Tisch.

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Vegetarisch grillen – heute: Schafskäse

Frau Jugel und ich haben uns schon am Anfang des Jahres überlegt, dass wir eine Reihe für alternatives Grillgut machen werden.

Es ist doch so, sobald es auch nur ansatzweise warm wird, wird hier im Osten alles auf den Grill gepfeffert, was mal zwei Augen und auch nur ansatzweise früher ein Sklett hatte. Und spätestens ab Mitte Juni findet man grillen zwar immer noch als gemütliches Zusammensein sehr klasse, aber ausser wirklich ausgewiesenen Carnivoren kann kaum noch einer Nackenkotlett, Würstchen oder gegrillten Fisch sehen. Dann müssen Alternativen her.

Nun haben wir zwar erst Anfang Mai, aber der Zufall in Form einer griechischen Freundesmutter hat mir eine große Menge an sehr gutem Fetakäse in die Hände gespielt. Also habe ich mir gedacht, ich könnte das Zeug doch auf den Grill geben.

Grillfeta

Dazu habe ich auf ein großes Stück Alufolie etwas Olivenöl gegeben. Darauf kommt ein nicht zu dünnes Stück Schafskäse – mindestens ein cm sollte die Scheibe schon haben, sonst  pappt das ganze schnell an. Da drauf dann frische Kräuter aus dem Garten. Bei mir waren es verschiedene Tymiansorten, Estragon, Oregano, Petersilie und Schnittlauch. Darauf noch etwas Meersalz und einen Schuß Olivenöl drübergeben. Die Alufolie nach oben hin biegen und ganz oben leicht auf lassen. Dann für 10-15 Minuten auf den Grill legen. Vorsichtig danach das Päckchen runterheben, auf einen Teller geben und öffnen. Sehr lecker, wirklich!

Eignet denn auch sich als alleinige Mahlzeit mit Brot oder aber einfach als Beilage. Und sollte was übrig bleiben, es schmeckt auch kalt.

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Das letzte Abenteuer – Smart fahren in Berlin

“Wie sieht´s denn hier aus?” dachte der Kfz-Mechaniker meines Vertrauens, als er letzte Woche meine Reifen wechseln wollte and dafür den Wagen auf der Hebebühne hatte.  Dem langen Winter und dem daraus resultierendem armseligen Zustand der Dorfstrassen Tribut zollend, hatte sich eine Feder in der Aufhängung eines Rades zerlegt. Oder so. Auf jeden Fall mußte irgendein Teil bestellt werden und das sollte erst am nächsten Tag kommen.

Smart1Da ich aber an nämlichem Tag in die große Stadt zum Unterricht mußte, gab man mir einen Leihwagen, der extra für solche Fälle angeschafft worden war: Einen Smart. Und ich muß sagen, neben einem Trabbi ist dieses Auto so ungefähr das Seltsamste, was ich je gefahren bin – deswegen paßt der Wagen hier in diesen Blog.

Es fängt mit dieser Softtip-Schaltung an. Entweder, ich habe einen Automatikwagen oder einen Schaltwagen. Aber dieses “Runter mußt Du nicht schalten, hoch aber schon” hat mich irre gemacht. Dazu kam, dass der Wagen sich ständig und in jedem Gang so anhörte, als ob er total überlastet sei. Und er hörte sich nicht nur so an, man hatte dauernd das Gefühl, die Schnauze vorne hebt ab und man legt gleich einen gekonnten Wheely hin. Und laut ist das Ding.

Smart2Dazu kommen die Ausmaße des Wagens – ich bin ja nun einen Mercedes Kombi (Codename “Der Panzer”) gewöhnt. Beim Smart war ich vorbei, bevor ich auch nur einmal aufgeschaut hatte. Kaum am Rücklicht, schon war ich schon wieder zwei Meter vor dem Auto. Das Gefühl hat man aber seltsamerweile nur von draussen. Sitzt man drinnen, dann meint man, das Ding hat einen Bug wie die Titanic, der hört gar nicht mehr auf.

Aber für mich das Schlimmste war eigentlich, dass ich mich in diesem fahrbaren Untersatz für für Stadtbewohner nicht sicher gefühlt habe. Wohlgemerkt, ich spreche hier nicht von objektiven Crash-Test-Ergebnissen, ich rede vom subjektiven Empfinden. Auf einer zweispurigen Strasse zwischen Strassenbahn und LKW in einem gefühlten Kinderspielzeug – das muss man schon mögen.

Und das Gute? Naja, ich bin mit dem Teil in wirklich jede Parklücke gekommen. Zum Verbrauch kann ich nichts sagen, dazu bin ich ihn einfach zu wenig gefahren.

Fazit: Man kommt in der Stadt schon mit dem Smart überall hin, solange man in der Stadt bleibt, auf die Autobahn hab ich mit ihm nicht getraut. Und rein aus meinem ureigenen Sicherheitsempfinden würde ich weder mir noch meinem Kinde so einen Kleinstwagen zulegen.

Aber wie gesagt, ich fahr ja auch Panzer.

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Ein schäbiges Bett für die Schönste Germanin, Teil 2

Im ersten Teil haben wie die drei Einzel-Module des Bettes im Stil des Shabby Chic vorgestellt. Danach wurden sie durch die Längstlatten verbunden:

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Beginn der Lattierung, Blick auf die Katakomben (bestimmt griechisch für “Kammern der Katze”) noch frei. Die Verkleidung am Kopfende ist bereits montiert.

Wichtig ist dabei, dass die Latten nicht mit der Verkleidung verschraubt werden (s. unten): Da Latten schon mal gerne kaputt gehen, müssen wir sie leicht ersetzen können. Den ersten Hüpf-und-Sprung-Test von Kind Nummer Zwei hat das Bett zwar überstanden, aber trotzdem haben wir gleich zwei Ersatzlatten gekauft. Wie im ersten Teil besprochen wird das Holz im Innenraum nur gestrichen, wenn sich die Katze beschwert.

Die Latten werden dabei nicht gleichmäßig eingezogen, sondern entsprechend der Belastung: In der Mitte der jeweiligen Betthälfte und am Rand, wo man aus- und einsteigt, sind sie enger. Damit soll eine möglichst gute Belüftung der Matratze von unten gewährleistet werden. Das Zimmer hat eine Fußbodenheizung.

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Fertige Lattierung, Verkleidung montiert, aber Schraubenköpfe noch nicht gestrichen. Man beachte die Lücken in der Verkleidung am Kopfende rechts und (schlechter zu erkennen) links.

Schließlich ist es Zeit für die Verkleidung, die aus vier Zwei-Meter-Brettern besteht, die außen herum montiert werden. Die Höhe ist etwas tricky: Zu niedrig, und die Matratzen rutschen über die Oberkante weg, zu hoch, und man haut beim Einstieg gegen die Kante. Nach einigen Tests haben wir uns für eine Kantenhöhe von acht Zentimeter entschieden, gemessen zu den Querbalken (nicht den Latten). Die Verkleidung wird dann an die Balken wie auch die Quaderfüße geschraubt.

(Mensch, wird sich jetzt der eine oder andere Leser denken, das sind ja viele Schrauben. Im Rahmen des Schäbigtums habe ich beschlossen, sie versuchsweise als Design-Element einzusetzen, in Anlehnung an die Nieten bei Flugzeugen. Der Erfolg ist eher begrenzt, empfehlen kann ich das nicht.)

Wer mitgedacht hat, wird jetzt stutzen. Die Matratzen sind zwei Meter lang und einen Meter breit. Damit ist die Liegefläche zwei mal zwei Meter. Entsprechend sind die Querbalken und die eigentlichen Latten auch zwei Meter lang. Und dann werden außen als Verkleidung zwei Meter lange Bretter verschraubt? Bleibt da nicht irgendwo eine Lücke?

Ja. Wenn man genau auf das zweite Bild schaut, sieht man besonders in der Ecke am rechten Kopfende eine Spalte. Das ist allerdings ein feature und kein bug: Eine noch nicht ausgestandene Diskussion im Hause Stevenson ist der Einsatz von Wärmeunterbetten, die zu deutlichen Energieersparnissen im Winter führen können. Die Lücken würden es erlauben, Kabel aus dem Bettkasten zur Seite herauszuführen, ohne dass sie über die Kanten laufen müssen. Falls wir uns mal einigen können.

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Fertiges Bett mit weißen Kopfkissenbezügen; Schraubenköpfe jetzt weiß gestrichen. Das Kopfende liegt unter der Dachschräge, was zusammen mit der dunklen Farbe sogar noch gemütlicher wirkt als erwartet. Normalerweise ist das Bett natürlich mit Quilts der Ehrenwerten Mutter bedeckt.

Wie sieht das Fazit aus? Vom Aussehen ist es vielleicht eher primitiv als schäbig. Etwas Verzierung hätte dem ganzen Objekt doch gut getan. Es gibt einen Grund, warum so viele Betten Pfosten an den Ecken haben. Dafür ist es in unserem Schlafzimmer allerdings schlicht zu eng. Das Bett ist insgesamt 70 cm hoch, was sich nicht nach viel anhört, bis man davor steht. Etwas gewöhnungsbedürftig, aber man wird nicht jünger. Wegen der Latten liegt man wie erhofft sehr fest.

Was uns zum Wichtigsten führt: Wir schlafen sehr, sehr gut darin. Selbst mit zwei Kindern und einer Katze. Was will man mehr.

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